Ostbayern KI-Report, 23. Oktober 2026

Ostbayern KI-Report, 23. Oktober 2026

KI in Ostbayern: Im Landkreis Regen beantwortet ein Chatbot Bürgerfragen in mehreren Sprachen, Passau streitet um die Förderung für einen OP-Roboter.

  • Im Landkreis Regen beantwortet der KI-Chatbot REKI Bürgerfragen, auch auf Tschechisch, Ukrainisch und Arabisch
  • In Passau streitet der Stadtrat um die Förderung für einen OP-Roboter für 4,3 Millionen Euro
  • Theologen der Universität Passau prüfen, ob die KI einer Gebets-App katholisch antwortet
  • Die TH Deggendorf eröffnet ein Rechenzentrum, das Studierende selbst aufgebaut haben
  • In Fürstenzell mähen 25 Roboter fast die Hälfte eines Golfplatzes
  • In Speinshart ist die Finanzierung eines KI-Zentrums im Kloster laut Bürgermeister gesichert

In diesen zwei Wochen geht es um KI und Robotik in Ämtern, Kliniken und bei Glaubensfragen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Was passiert in Ostbayern mit KI? Die Regensburger P29 Group beteiligt sich am Start-up i40, dessen Werkzeug SkillDuck aus Firmendokumenten Lernkurse erzeugt. Auf der AIR.CON in Regensburg diskutierten rund 200 Teilnehmende über KI im Mittelstand, in Gesundheit, Bildung und Industrie.
  • Wie kommt KI in die Ämter der Region? Von zwei Seiten. Im Landkreis Neumarkt bemerken Amtsgericht, Landratsamt und Rathaus immer mehr Schreiben, die mutmaßlich mit KI entstanden sind. Kelheim lässt Antragsteller im Ausländerwesen ihre Unterlagen vorab von einer KI prüfen.
  • Was erwarten die Menschen in Bayern von KI? Mehr Menschen erwarten eine Verschlechterung als eine Verbesserung. In einer Civey-Befragung rechnen 38 Prozent damit, dass KI das Leben der Menschen verschlechtert, 27 Prozent erwarten eine Verbesserung.

Regen, Kelheim, Neumarkt: KI auf beiden Seiten des Amtsschreibtischs

Regen: Ein Chatbot beantwortet Bürgerfragen rund um die Uhr

Das Landratsamt Regen hat einen neuen Kollegen: den KI-Chatbot REKI. Seit knapp vier Wochen beantwortet er auf der Website des Landkreises Fragen zu Führerschein, Terminen, Kinderbetreuung und vielen weiteren Themen. Er ist rund um die Uhr erreichbar und hat in dieser Zeit 646 Gespräche mit 2.632 Nachrichten geführt, auch auf Tschechisch, Ukrainisch und Arabisch. Seine Antworten holt er über Schnittstellen aus der Landkreis-Website und dem BayernPortal. Nach interner Auswertung waren rund 85 Prozent der untersuchten Gespräche sehr gut beantwortet. Künftig soll REKI auch beim Ausfüllen bestimmter Anträge helfen (Landkreis Regen).

Laut Landratsamt zeigen die Anfragen außerdem, wo auf der eigenen Website Informationen fehlen.

Kelheim: Eine KI prüft Unterlagen vor dem Antrag

Auch das Landratsamt Kelheim setzt KI ein, in einem Pilotprojekt der Ausländerbehörde. Im Online-Dienst „Aufenthalt Digital“ können Antragsteller ihre hochgeladenen Dokumente vor dem Absenden von einer KI prüfen lassen. Sie weist auf unvollständige Anträge und auf falsche oder widersprüchliche Angaben hin. Zunächst gilt das für vier Bereiche: Ausbildung, Erwerbstätigkeit, Familiennachzug und Niederlassungserlaubnis. Grundlage für den Online-Dienst ist das Onlinezugangsgesetz, das Behörden verpflichtet, ihre Leistungen auch online anzubieten. Landrat Christian Nerb spricht von einer „Win-Win-Situation“ für Bürger und Mitarbeiter (Landkreis Kelheim). Auch der Sender charivari hat darüber berichtet (charivari).

Neumarkt: Ämter bemerken immer mehr mutmaßliche KI-Schreiben

Im Landkreis Neumarkt bemerken Amtsgericht, Landratsamt und Rathaus immer mehr Schreiben, die mutmaßlich mit KI entstanden sind. „Das Thema KI wird auch bei uns immer spürbarer“, sagt Nikola Hörmann, Richterin und Pressesprecherin am Amtsgericht Neumarkt. Zum einen nutzten Anwälte zunehmend KI-Werkzeuge, zum anderen immer mehr Bürger, vor allem wenn sie keinen Anwalt haben. „Die Schriftsätze werden insgesamt umfangreicher, die Verfahren komplexer.“ Michael Gottschalk, Sprecher des Landratsamts, stellt solche Schreiben „vermehrt in nahezu allen Bereichen“ fest. Meist bleibt es beim Verdacht. Ob ein Schreiben mit KI entstand, spielt für die Bearbeitung keine Rolle: „Wenn ein Schreiben mit Absender kommt, dann ist es zu bearbeiten und zu prüfen“, sagt Gottschalk (Mittelbayerische).

Chris Schmitz von der Berliner Hertie School hat untersucht, ob und wie KI die Zahl und den Umfang von Anfragen an Behörden steigen lässt. Er nennt das „Agentic Flooding“. Sein Ergebnis: Es findet wahrscheinlich schon breit statt, ist derzeit aber beherrschbar. Gefährlich wäre laut Schmitz eher, wenn Behörden als schnelle Lösung neue Hürden für Bürger einbauen. Josef Pöllmann, Sprecher der Stadt Neumarkt, sieht für die Bürger Vorteile: „Durch den Einsatz von KI können ihre Anfragen zielgerichteter und gehaltvoller werden.“ Gottschalk erwartet, dass das Landratsamt selbst KI einsetzen wird: „Anders wird es nicht gehen.“ Bis dahin dauere es laut dem Bericht aber noch. Bei technischen, finanziellen und rechtlichen Fragen müssten höhere staatliche Ebenen mitwirken.

Regensburg: Erfundene Rechtsprechung vor dem Verfassungsgericht

Mit erfundener Rechtsprechung landete ein Sorgerechtsstreit aus Regensburg vor dem Verfassungsgericht. Der Kindsvater zog bis vor den Bayerischen Verfassungsgerichtshof. Dort zitierte er „frei erfundene angebliche Rechtsprechungsgrundsätze“ des Gerichts. Laut den Richtern entstanden sie unter „Zuhilfenahme sogenannter halluzinierender KI“. Für ihre Entscheidung war der KI-Einsatz laut dem Bericht nicht erheblich, sie vermerkten ihn trotzdem. Unabhängig davon wiesen sie die Beschwerde ab und erlegten dem Mann eine Gebühr von 3.000 € auf. Doris Nückel, Präsidentin des Regensburger Sozialgerichts, beklagt laut dem Bericht KI-Schriftsätze von oft Hunderten Seiten (Mittelbayerische).

Passau: Streit um die Förderung für einen OP-Roboter

Das Klinikum Passau kauft einen OP-Roboter da Vinci der neuesten Generation. Gerät und fünf Jahre Wartung kosten rund 4,3 Millionen Euro, der Stadtrat hat den Kauf am 27. Juli einstimmig beschlossen. Eine Förderung ist laut Werkleiter Dr. Holger Otto nicht in Aussicht. Das löste Kritik aus: CSU-Stadtrat Gerhard Waschler sah nach einem Schreiben von Gesundheitsministerin Judith Gerlach noch Hoffnung auf Zuschüsse, ÖDP-Stadtrat Urban Mangold verlangte zu prüfen, ob beim Förderantrag etwas versäumt wurde (PNP).

Im Werkausschuss wies Otto den Vorwurf zurück. Den Antrag beim Krankenhaustransformationsfonds habe er schon im September 2025 gestellt. Der Fonds fördert laut Otto aber keine Roboter, sondern den Abbau stationärer Kapazitäten und die Bündelung von Leistungen. Für eine Förderung aus dem Fonds bräuchte Passau ein zweites Klinikum für ein telemedizinisches Netzwerk, und derzeit kämpfe jedes Haus darum, sein Angebot zu halten. Außerdem fehlten in Bayern Finanzierungsmodelle für solche Roboter, und der Bund müsse erst weitere Vorgaben machen. Die FDP-Fraktion stellte sich hinter Otto und sieht den Freistaat in der Pflicht. In Sachsen seien da-Vinci-Systeme in Görlitz, Hoyerswerda und Bautzen mit Strukturmitteln bezahlt worden (PNP).

Passau: Theologen prüfen, ob eine Gebets-KI katholisch antwortet

Universität Passau

Die Gebets-App „Hallow“ nennt sich „Nummer 1 Gebets-App der Welt“ und erreicht nach eigenen Angaben mehrere Millionen Menschen. Aufmerksamkeit bekam sie durch ihre Geldgeber, den Tech-Milliardär Peter Thiel und US-Vizepräsident J. D. Vance. Ein Team der Universität Passau um den Theologen Prof. Dr. Markus Weißer untersucht die App jetzt in einem Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Es startet im Oktober 2026, läuft drei Jahre und bekommt rund 515.000 Euro (Passauer Bistumsblatt).

Im Blick steht vor allem das eingebaute KI-Modul „Magisterium AI“. Es soll das Lehramt der katholischen Kirche nachbilden, also ihre verbindliche Glaubenslehre, und beantwortet Glaubensfragen. Das Team prüft, ob die Antworten der KI wirklich der kirchlichen Lehre entsprechen, wie die App verspricht. „Ob das tatsächlich der Fall ist, ist eine dogmatisch hoch relevante Forschungsfrage“, sagt Weißer. Kritisch sieht er auch Spielelemente wie tägliche Gebetsziele und Gebetsserien: „Diese und weitere Gamification-Elemente machen religiöse Praxis digital messbar.“

Deggendorf: Die TH eröffnet das Rechenzentrum „Robert“

Technische Hochschule Deggendorf

Die Technische Hochschule Deggendorf hat am 21. Oktober im Einkaufscenter Degg’s das Rechenzentrum „Robert“ eröffnet. Der Name steht für Rechenzentrum Ostbayern für Bildung und Entwicklung resilienter Technologien. Studierende haben die Anlage unter Leitung von Prof. Dr. Helena Liebelt selbst aufgebaut, und sie betreiben sie auch. Den Antrag für die Anlage stellte die Hochschule bereits 2018. Die Räume grenzen an neue Hörsäle auf der Fläche eines früheren Sportbekleidungsgeschäfts. Laut THD-Präsident Prof. Waldemar Berg und Hartwig Bazzanella, Vorstandsmitglied im Branchenverband Innovative Rechenzentren (VIRZ), gibt es ein Rechenzentrum in dieser Form in Europa bisher nicht (PNP).

Laut dem Bericht haben bisher nur wenige Informatik-Studierende in einem laufenden Rechenzentrum gearbeitet. In laufenden Rechenzentren ist Herumprobieren laut dem Bericht nicht möglich. „Ich kenne alle großen Rechenzentren in Europa. Aber überall heißt es, wir brauchen Leute, die sich damit auskennen“, sagt Liebelt. In Deggendorf lernen die Studierenden Stromversorgung, Kühlung, Hardware und Betrieb an einer Anlage. Die Technik stammt von Firmen aus dem VIRZ, mit dem über 120 Unternehmen zusammenarbeiten. Der Verband ist seit Beginn des Projekts dabei. Deggendorfs Oberbürgermeister Dr. Christian Moser sagt: „Und das ist ja auch für unsere Unternehmen wichtig, dass die jungen Fachkräfte so etwas können.“

Regensburg: Die P29 Group steigt beim KI-Start-up i40 ein

Die P29 Group aus Regensburg beteiligt sich strategisch an i40, „the future skills company“. Das Start-up sitzt im Regensburger Technologie- und Gründerzentrum TechBase. P29 berät seit 1996 zu Datenschutz, Informationssicherheit und Compliance. Inhaber ist Christian Volkmer. Im Mittelpunkt der Beteiligung steht SkillDuck, ein KI-gestütztes Autorenwerkzeug von i40. Es erzeugt aus Sicherheitsanforderungen, Richtlinien oder Firmendokumenten interaktive Lernkurse im Browser. Die Kurse laufen mehrsprachig und lassen sich über gängige Schnittstellen (SCORM, xAPI) in bestehende Lernsysteme einbinden. Im Produkttest des eLearning Journals erhielt SkillDuck im März 2026 91 von 100 Punkten. Laut i40 haben weltweit mehr als 1,2 Millionen Lerner Angebote der Firma genutzt. Eine Summe nennen die Partner nicht (TechBase).

„Sicherheit entsteht nicht allein durch Technik und Vorschriften“, sagt Volkmer. Mit SkillDuck wolle P29 Sicherheits- und Compliance-Wissen „schneller und skalierbarer zu den Mitarbeitern bringen“. Dr. Philipp Ramin, CEO von i40, nennt das Ziel: „Sicherheit soll nicht nur vorgeschrieben, sondern verstanden und gelebt werden.“ Das Werkzeug dokumentiert auch Lernfortschritte und absolvierte Pflichtschulungen.

Unsere Einschätzung: Auf dieselbe Weise lassen sich auch Händler und Partner schulen. Aus vorhandenen Produktunterlagen entsteht dann ein Lernmodul, das die Teilnahme dokumentiert.

Regensburg: Rund 200 Teilnehmende bei der AIR.CON

AIR Artificial Intelligence Regensburg

Die zweite AIR.CON hat am 14. Oktober rund 200 Teilnehmende in die TechBase Regensburg gebracht. Veranstalter war das Cluster AIR Artificial Intelligence Regensburg. Regensburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger und TechBase-Geschäftsführer Alexander Rupprecht eröffneten, Staatssekretär Tobias Gotthardt schickte eine Videobotschaft. „Die große Resonanz zeigt, dass Künstliche Intelligenz längst in den Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen der Region angekommen ist“, sagt Clustermanager Uwe Pfeil. Am Nachmittag liefen vier Foren: KI für den Mittelstand, Gesundheit, Schule und Hochschule sowie Industrie und Energie (TechBase).

Auf dem Podium saß Nadine Stockinger, leitende KI-Entwicklerin bei BMW. Sie verantwortet die Umsetzung des EU AI Act in der Fahrzeugentwicklung. „Ich kann es gar nicht mehr glauben, wenn jemand noch der Meinung ist, dass wir keine Reglementierung der KI benötigen“, sagte sie. Laut Stockinger müssen KI-Anbieter gegenüber BMW nachweisen, wie ihre Modelle trainiert wurden. Der Konzern arbeitet unter anderem mit dem Modell von Mistral: „Wir haben ein Modell mit unseren Crashtest-Daten nachjustiert.“ P29-Inhaber und IHK-Präsident Christian Volkmer nannte den AI Act „nicht gut, aber es ist besser, als nichts zu haben“. Für viele sei der Datenschutz nur eine willkommene Ausrede für gescheiterte IT-Projekte, sagte Volkmer. Burger warnte: „Die Information, die rauskommt bei KI, ist immer wohlfeil formuliert.“ In der Lobby lief der Roboter GO2 von Unitree (Mittelbayerische).

Bayern: 38 Prozent erwarten, dass KI das Leben verschlechtert

Balkengrafik: Civey-Befragung unter 3.000 Menschen in Bayern. 38 Prozent erwarten, dass KI das Leben der Menschen verschlechtert, 35 Prozent sind unentschieden, 27 Prozent erwarten eine VerbesserungQuelle: Civey für den Genossenschaftsverband Bayern via PNP, 22.10.2026.

Mehr Menschen in Bayern erwarten, dass KI das Leben verschlechtert, als dass sie es verbessert. 38 Prozent erwarten, dass KI das Leben der Menschen in den kommenden Jahren verschlechtert, 27 Prozent erwarten eine Verbesserung. 35 Prozent sind unentschieden. Das ergab eine Civey-Befragung für den Genossenschaftsverband Bayern. Civey befragte zwischen dem 19. August und dem 12. September online 3.000 Menschen im Freistaat. Verbandschef Stefan Müller sagt: „Die Technologie wird ihre Chancen nur entfalten können, wenn die Menschen Vertrauen in sie haben“ (PNP).

Kurz gemeldet

Fürstenzell: Panorama Golf Passau lässt 25 Mähroboter Fairways und Semirough pflegen. Die Geräte kommen von einer Firma aus der Region, navigieren per Satellit und erkennen Tiere und Hindernisse. Golfplatzmanager Sebastian Lahmer steuert sie per App und wechselt das Schnittmuster jede Woche. Die Roboter mähen rund 381.000 Quadratmeter, fast die Hälfte des Areals. Eigene Photovoltaikanlagen mit 18 kWp liefern gut 80 Prozent des benötigten Stroms, dazu kommen Speicher mit gut 30 kWh. Durch Solarstrom und elektrische Mähroboter sinkt der CO2-Ausstoß laut Betreiber um 94 Prozent, das spart rund 74 Tonnen im Jahr. Die vier Greenkeeper bleiben und pflegen Grüns, Bunker und Abschläge (PNP).

Cham: Ein Leihroboter soll Arbeitsplätze barriereärmer machen. Der Campus Cham der TH Deggendorf hat der Einrichtung Campus Oberpfalz einen Leichtbau-Roboterarm vom Typ Igus ReBeL geliehen, der direkt neben Menschen arbeiten kann. Der Campus Oberpfalz ging aus den früheren Behindertenwerkstätten hervor. Dort sollen damit robotergestützte Arbeitsplatzlösungen entstehen und erprobt werden, die Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen bei der Arbeit unterstützen. Prof. Dr. Matthias Hien und Prof. Dr. Tobias Schaffer brachten das Gerät vorbei, Geschäftsführerin Katharina Keber empfing sie. Themen für Abschlussarbeiten sind ins Auge gefasst (Mittelbayerische).

Cham: Der Digitalisierungsausschuss der IHK Regensburg tagte bei der R.iT GmbH in ihrer Chamer Niederlassung. Alfred Rauscher, stellvertretender Ausschussvorsitzender und Geschäftsführer der Regensburger Telekommunikationsgesellschaft R-KOM, zeigte KI-Anwendungen von der Kundenbetreuung bis zur Störungsdiagnose. Die Gammel Engineering GmbH berichtete mit der Wittmann EDV-Systeme GmbH über ein KI-gestütztes Wissensmanagement. IT-Rechtlerin Sabine Sobola erklärte, welche Pflichten der EU-KI-Verordnung (AI Act) ab Dezember 2026 und in den Folgejahren greifen: „Alle Unternehmen, die KI einsetzen oder anbieten, müssen sich damit auseinandersetzen.“ (IHK Regensburg).

Regensburg: Handwerksbetriebe ließen sich zu Digitalisierung und KI beraten. Am 14. Oktober boten die Wirtschaftsförderungen der Landkreise Regensburg und Kelheim, die Handwerkskammer und die OTH Regensburg im Landratsamt Regensburg 45-minütige Einzeltermine an. Themen waren digitale Rechnungen, Baustellendokumentation, automatisierte Angebote, KI-gestützte Termin- und Einsatzplanung und Fördermittel (Regensburger Nachrichten). Der Landkreis Kelheim meldet großes Interesse, nennt aber keine Teilnehmerzahl (Landkreis Kelheim).

Weiherhammer: 66 Teilnehmende sahen bei „AI meets Automation“ KI in der Fabrik. Veranstalter war die C4TRENDS GmbH im Future Lab. Balluff zeigte einen Chatassistenten zur Fehlerdiagnose. Beckhoff führte den TwinCAT CoAgent vor, ein KI-Werkzeug, das beim Programmieren von Maschinensteuerungen (SPS) hilft. Prof. Dr. Gabriele Murry von der OTH Amberg-Weiden sprach über die Einführung von KI. Laut dem Bericht machte ihr Vortrag deutlich, dass KI-Projekte häufig nicht an der Technik scheitern, sondern an fehlender Akzeptanz und Einbindung der Mitarbeitenden (OberpfalzECHO).

Kemnath: Das fünfte BetterWorkCamp war laut Vorbericht ausgebucht. Für den 16. Oktober hatte das Coworking Kemnath eingeladen, laut Vorbericht waren alle Plätze vergeben. Angekündigt war unter anderem das Leitthema „Human in the Loop“, also der Mensch behält die Kontrolle über die KI. Impulse sollten unter anderem kommen von Prof. Dr. Stefan Uebelacker vom Campus Kemnath, Dr. Stefan König von der W. Markgraf GmbH & Co. KG und Ina Mauerer von der Sparkasse Nördliche Oberpfalz. Thomas Völkl vom Coworking Kemnath sagt: „Wenn Wissen im Überfluss verfügbar ist, kommt es auf das an, was Maschinen nicht imitieren können“. Als Beispiele nennt er unter anderem Empathie und Mut (OberpfalzECHO).

Speinshart: Die Finanzierung des KI-Zentrums im Kloster steht laut Bürgermeister. Bürgermeister Albert Nickl meldete im Gemeinderat, nach einem Koordinierungsgespräch in Berlin sei die Finanzierung des „Scientific Center for AI and Super Tech“ an der Prämonstratenserabtei gesichert. Das Projekt ist auf 25,6 Millionen Euro veranschlagt, der erste Bauabschnitt auf 12,7 Millionen. Baubeginn soll im zweiten Halbjahr 2027 sein, ab 2031 soll das Zentrum voll arbeiten. Auf die Gemeinde entfallen bis 2031 rund 2,5 Millionen Euro. Davon werden 80 Prozent gefördert, dem Dorf mit 1.100 Einwohnern bleibt rund eine halbe Million (Onetz).

Termine

29.10.2026, 16 bis 23 Uhr
KIDI: KI & Digitalisierung als dein Wachstumsmotor (Jahnstadion, Regensburg)
Business- und Netzwerkabend mit Roundtables, unter anderem zu KI, Marketing und Recht.

04.11.2026, 19 Uhr
#digit-R: Geklickt. Gehackt? Wie sicher sind wir im Netz? (Degginger, Regensburg)
Fachleute sprechen über IT-Sicherheit, auch über KI als Risiko und als Hilfe.

10.11.2026, 8.30 bis 9.15 Uhr
Morning Briefing KI: Generative KI im Unternehmen (online, AIR)
45 Minuten am Morgen, diesmal mit Alexander Weissmann von KPMG.

10.11.2026, 13 bis 17 Uhr
Pitch & Match 2026 (online)
Unternehmen stellen Aufgaben vor, die sie mit einem Start-up lösen wollen. Zuschauen ist kostenlos.

16.11.2026, 18 bis 21 Uhr
Inspiration & StartUp Night 2026 (OTH Campus Weiden)
Keynotes unter anderem von Markus Kett (CYROCK AI) und Alex Netsch (Balance AI, London).

25.11.2026, 12 bis 16.30 Uhr
4. Bayerischer Materialflusskongress (TechBase Regensburg)
Wie KI-Modelle und Roboter die Intralogistik in bestehenden Werken verändern.

26. bis 28.11.2026
StartUP Factory Regensburg 2026 (TechBase Regensburg)
Gründungswochenende mit Preisgeldern im Gesamtwert von 3.000 €.

Wie dieser Report entsteht

Der Ostbayern KI-Report erscheint alle zwei Wochen. Er sammelt, was in Regensburg, Niederbayern und der Oberpfalz mit KI, Automatisierung und dem digitalen Wandel der Arbeit wirklich passiert. Jede Meldung stammt aus einer Quelle, die wir selbst geöffnet und geprüft haben. Wo bei einem Bezahlartikel nur der Anfang frei lesbar war, vermerken wir das. In dieser Ausgabe war jeder Artikel im Volltext lesbar. Die vorige Ausgabe vom 9. Oktober steht hier. Wie wir Abläufe in Unternehmen mit KI und Automatisierung umsetzen, zeigen wir auf unserer Seite zur Automatisierung mit n8n.

Titelbild: mit KI erzeugt (Google Gemini), gestaltet nach unserer Bildsprache.

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