Ostbayern KI-Report, 28. August 2026

Ostbayern KI-Report, 28. August 2026

Eine Klinik-KI in Regensburg beurteilt Wunden und zeigt, woran sie das festmacht. 6 Millionen Euro machen KI-Versuche für den Mittelstand kostenlos. Was in Ostbayern mit KI wirklich läuft, alle zwei Wochen.

  • Eine Regensburger Klinik-KI beurteilt Wunden und zeigt, woran sie das festmacht
  • Erst testen, dann kaufen: 6 Millionen Euro machen KI-Versuche für den Mittelstand kostenlos
  • Zwei Viechtacher Firmen bauen ein KI-Netzwerk für den Mittelstand auf
  • Straßenlaternen im Dörnberg unterscheiden Mensch, Tier und Auto
  • Im Landkreis Cham suchen Drohnen und KI nach Waldbränden, bevor sie wachsen
  • Zwölf Termine bis Oktober, vom OTH-Zertifikat bis zum Tag der KI

Der rote Faden dieser Ausgabe: KI arbeitet dort am besten, wo man sie kaum sieht. In der Wundambulanz, in der Laterne, über dem Wald bei Cham.

In dieser Ausgabe: Uniklinikum Regensburg · TechBase Regensburg · PASSION4IT und amaiko, Viechtach · Stadt Amberg · Tourismusverband Ostbayern · sdp GmbH, Regensburg · Landkreis Cham · Universität Passau · TH Deggendorf · OTH Regensburg · Innok Robotics, Regenstauf · OneVision Software, Regensburg · Second Life Fashion, Neustadt a. d. Waldnaab

Eine Klinik-KI beurteilt Wunden und zeigt, woran sie das festmacht

Logo Uniklinikum Regensburg

Chronische Wunden richtig einzuschätzen ist Erfahrungssache: Wie tief ist sie, was ist die Ursache, wie stark die Entzündung? Genau hier setzt ein KI-Assistenzsystem an, das Forscher des Universitätsklinikums Regensburg entwickelt haben. Trainiert mit mehr als 1.000 Wundaufnahmen, schätzt es Wundtiefe, Ursache, Entzündungsgrad, Gewebequalität, abgestorbene Zellen und Ausdehnung ein. Eingesetzt werden soll es am Uniklinikum und am Caritas-Krankenhaus St. Josef; die Ergebnisse erschienen in der Fachzeitschrift „Diagnostics“ (Uniklinikum Regensburg, 25.08.2026).

Ärztin betrachtet auf einem Tablet eine unscharfe farbige WärmekarteSymbolbild: mit KI erzeugt, nach unserer Bildsprache.

Das Besondere ist nicht die Diagnose, sondern die Begründung. Das System arbeitet mit dem Grad-CAM-Verfahren: Es legt eine farbige Karte über die Wundaufnahme und markiert die Stellen, auf die sich seine Einschätzung stützt. Der Arzt sieht also nicht nur ein Ergebnis, sondern auch, worauf das Modell geschaut hat. Und er kann widersprechen, wenn es auf das Falsche geschaut hat. „Um für jede Patientin und jeden Patienten die optimale Therapie einzuleiten, ist eine möglichst präzise Wunddiagnostik entscheidend“, sagt Prof. Dr. Dr. Lukas Prantl, der das System mit Oberärztin Dr. Sally Kempa entwickelt. Als Nächstes sollen Verbrennungen und Weichteilverletzungen dazukommen.

Erst testen, dann kaufen: 6 Millionen Euro machen KI-Versuche kostenlos

Logo TechBase Regensburg

Die teuerste KI-Entscheidung im Mittelstand ist die erste: investieren, ohne zu wissen, ob es funktioniert. Ab September dreht das Projekt „EDIH DInA“ an der Regensburger TechBase diese Reihenfolge um. Knapp 6 Millionen Euro Budget, die Hälfte aus dem EU-Programm Digital Europe, finanzieren nahezu 100 kostenfreie Dienst- und Beratungsleistungen für kleine und mittlere Firmen, Start-ups und den öffentlichen Sektor: vom Technologie-Test über Mitarbeiter-Trainings bis zur Fördermittelberatung. DInA steht für Digital Innovation and Artificial Intelligence (TechBase Regensburg, Projekt EDIH DInA).

Die Themen reichen von IT-Sicherheit über generative KI bis zu energieeffizienter KI-Hardware und nachhaltiger Produktion. Getragen wird das Ganze von einem bayerischen Konsortium aus elf Partnern unter Leitung von Bayern Innovativ, darunter das applied AI Institute, zwei Fraunhofer-Institute, die TechBase und die OTH Regensburg. Das Konsortium ist Teil des europäischen EDIH-Netzes aus über 250 Hubs.

Erste Anlaufstelle bei der TechBase ist Tanja Braun, Bereichsleiterin Gründungsförderung (tanja.braun@techbase.de, 0941 604 889 13).

Wer ein KI-Vorhaben in der Schublade hat, holt es vor September raus.

Zwei Viechtacher Firmen bauen ein KI-Netzwerk für den Mittelstand

KI-Netzwerke gab es in der Region bisher vor allem in Regensburg. Jetzt bekommt Niederbayern ein eigenes, und es kommt nicht von einer Kammer, sondern von zwei Firmen aus Viechtach. Der IT-Dienstleister PASSION4IT und die KI-Firma amaiko gründen das „AI Cluster Niederbayern“ im Bundesverband für KI-Transformation. Geplant ist ein Treffen pro Quartal im RiverRoom in Viechtach, das erste noch in diesem Jahr. Eingeladen sind Unternehmen, Technologiepartner und ausdrücklich auch kommunale Verwaltungen (PASSION4IT, 27.08.2026).

Inhaltlich soll es um das gehen, woran KI-Projekte im Alltag wirklich hängen: Datenqualität, Berechtigungen, Regeln für den Einsatz, produktive Nutzung durch die Beschäftigten. „KI-Transformation wird nicht in Präsentationen entschieden, sondern im Alltag“, sagt PASSION4IT-Geschäftsführer Christian Kirsch. Seine Firma ist selbst ein Stück Bayerwald-Mittelstand: 16 Mitarbeitende, 4,5 Millionen Euro Umsatz (Pressemitteilung, 27.08.2026).

Kontakt für alle, die dabei sein wollen: info@passion4it.de, 09942 46 593 0.

Wer Mittelstandskunden im Bayerischen Wald betreut, weiß jetzt, wo sie sich über KI informieren.

Amberg packt KI in eine Box

In Amberg startet die „Denkwerkstatt Primatenbox: KI verstehen und anwenden“, gefördert mit 50.000 € aus einer Koalitionsinitiative von CSU und Freien Wählern im Landtag. Die Idee ist bewusst unspektakulär: eine Lernbox, die analoges Material zum Ausprobieren mit einem digitalen Kurs verbindet. Sie erklärt, was KI kann, wo ihre Grenzen liegen und wofür sie im Berufs- und Privatalltag taugt: mit kurzen Videos, interaktiven Übungen und konkreten Praxisbeispielen. Zielgruppe sind Bürger, Gründer und kleine Firmen, die noch nie mit KI gearbeitet haben. Vorkenntnisse braucht niemand, das ist der Punkt (OberpfalzEcho, 06.08.2026).

Umgesetzt wird das Projekt bei der Wirtschaftsförderung Amberg unter Geschäftsführer Karlheinz Brandelik, entwickelt mit Fabian Schünke, Geschäftsführer der Firma Herding. „Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts“, sagt Staatssekretär Tobias Gotthardt bei der Vorstellung.

Kontakt für alle, die die Box nutzen wollen: Wirtschaftsförderung Amberg (mail@wifam.de, 09621 916 40-0).

Der Betrieb, der die Box öffnet, ist in zwei Jahren der Kunde, der Werkzeuge kauft.

550 Tourismus-Betriebe bekamen einen Coach für ihren Online-Auftritt

Während über KI-Strategien diskutiert wird, hat der Tourismus in Ostbayern still ein Grundlagenprogramm durchgezogen. Im Förderprojekt „Digitalisierungsoffensive Ostbayern-Oberösterreich“ wurden 550 Betriebe im Bayerischen Wald und im Bayerischen Thermenland einzeln gecoacht, vom Familienhotel bis zur Pension. Jeder Betrieb bekam eine Analyse seines Online-Auftritts und konkrete Empfehlungen: Google-Einträge, Website, Social Media, Online-Buchbarkeit, beraten wurde auch vor Ort. Träger ist der Tourismusverband Ostbayern, gefördert wird grenzübergreifend mit Oberösterreich (Tourismusverband Ostbayern, 24.08.2026).

Die Rückmeldungen klingen unspektakulär und genau deshalb echt. Ein teilnehmender Betrieb berichtet: „Wir bekommen schon jetzt mehr Anfragen.“ Unter den Beispielen sind das Hotel Theresientor in Straubing und das Hotel Konradshof in Bad Griesbach.

Wer sein Haus noch coachen lassen will, fragt beim Verband an: coaching@ostbayern-tourismus.de.

Buchbare Website und gepflegter Google-Eintrag sind im Bayerwald bald Standard; der Wettbewerb beginnt danach, bei der Marke.

Straßenlaternen im Dörnberg unterscheiden Mensch, Tier und Auto

An der Radlroute 5 im Regensburger Stadtteil Dörnberg stehen 20 Laternen, die nachts fast dunkel sind. Bis jemand kommt. Optische Sensoren mit lokaler KI erkennen in Echtzeit, dass sich etwas nähert, und beleuchten genau den Wegabschnitt, auf dem es sich bewegt. Entfernt sich die Person, dimmt das Licht wieder. Das Projekt „Smart Dynamic Public Lighting“ läuft im Reallabor R_Lab Mobilität der Stadt; die Technik kommt von der Regensburger sdp GmbH, die Koordination liegt beim Cluster Mobility & Logistics in der TechBase (Cluster Mobility & Logistics, 24.03.2025).

Nächtlicher Radweg: eine Laterne beleuchtet einen Radfahrer, ein Fuchs bleibt im DunkelnSymbolbild: mit KI erzeugt, nach unserer Bildsprache.

Der anspruchsvollste Teil ist die Unterscheidung: Ist das ein Mensch, ein Tier oder ein Fahrzeug? Die KI klassifiziert, was sich nähert, und schaltet das Licht nur für die, die es brauchen. Der Fuchs auf dem Radweg löst keine Festbeleuchtung aus. Bilder werden dabei nicht übertragen, Personen nicht identifiziert; die Auswertung passiert in der Laterne selbst. Weniger Kunstlicht spart Strom und schont nachtaktive Insekten und Tiere (treffpunkt:kommune). Im TechBase-Podcast „Transformationschampions“ bringt sdp-Innovationschef Manuel Weber-Grill die Haltung dahinter auf den Punkt: Ehrliche Transformation löse ein konkretes Problem, statt einen Prozess nur digital nachzubilden (TechBase, 26.08.2026).

Im Landkreis Cham suchen Drohnen und KI nach Waldbränden

Ein Waldbrand ist am billigsten, solange er klein ist. Genau darauf zielt ein grenzüberschreitendes EU-Projekt, das der Landkreis Cham am Kreiswasserwerk Neubäu am See in Roding vorgeführt hat. Das System verknüpft Sensorik, automatisierte Drohnen und KI: Es soll Brände in der Entstehungsphase erkennen und die Einsatzkräfte automatisch alarmieren, ohne dass ein Mensch den Rauch erst melden muss. Der Landkreis arbeitet dafür mit deutschen und tschechischen Behörden zusammen (Charivari, 19.08.2026).

Passau baut die KI-Plattform, die die Daten im Haus lässt

Logo Universität Passau

Die häufigste Frage von Firmen mit sensiblen Daten lautet: Wie nutzen wir KI für unser Wissen, ohne die Unterlagen in fremde Modelle zu geben? Die Universität Passau hat darauf eine Antwort gebaut. Ihre Plattform TRIA richtet sich an Organisationen statt an einzelne Nutzer. Jede Einrichtung bekommt einen vollständig abgeschotteten Bereich, in dem sie eigene KI-Anwendungen und Agenten entwickelt. Sämtliche Daten bleiben dort und fließen nie ins Training externer Modelle. „Genau diese Verbindung aus Leistungsfähigkeit, Datenschutz und einfacher Nutzbarkeit macht TRIA derzeit einzigartig in Bayern“, sagt Thomas Simon, Leiter des Rechenzentrums ZIM, das die Plattform entwickelt hat (Universität Passau, 20.08.2026).

Das Konzept trägt bereits über Passau hinaus: Alle weiteren bayerischen Hochschulen nutzen die Plattform oder bereiten Anwendungen vor, auch das Leibniz-Rechenzentrum und das Wissenschaftsministerium haben sie erprobt. Die Universität Würzburg betreibt damit seit Mitte Juli den IT-Support-Bot „RZ-Biene“, ab Oktober auch für Studierende. Die TH Deggendorf prüft den Einsatz im Service-Desk und will die Plattform mit dem eigenen Wissensmanagement und Ticketsystem anreichern. Der Ansatz zielt ausdrücklich auch auf Verwaltungen und Unternehmen.

Wer Kanzleien oder Verwaltungen berät, kann jetzt auf ein laufendes bayerisches Beispiel zeigen.

Kurz gemeldet

Wer prüft den Code, den die KI schreibt? Die TH Deggendorf beruft Dr. Thomas Lemberger zum Professor für Informatik, ab September. Sein Fach trifft einen wunden Punkt: Je mehr Code aus KI-Werkzeugen kommt, desto dringender wird die Frage, wer ihn kontrolliert. Lemberger baut Software, die andere Software auf Fehler prüft, und will genau das automatisieren: raus aus der Spezialisten-Nische, rein in die tägliche Entwicklung. Der gebürtige Weidener promovierte an der LMU, sein Projekt mit Intel Security Research zur Firmware-Verifikation wurde ausgezeichnet. Firmen der Region will er beim automatischen Code-Prüfen unterstützen (TH Deggendorf, 18.08.2026).

Zwei neue KI-Weiterbildungen an der OTH. Ab 23.09. läuft das berufsbegleitende Hochschulzertifikat „Künstliche Intelligenz“ mit Python, maschinellem Lernen und Bildverarbeitung. Ab 09.10. folgt das Microcredential „Technology Skills for Business Professionals“, gedacht für Nicht-Informatiker, die im Job mit KI zu tun haben (OTH Regensburg, 26.08.2026).

Die Lokalzeitung spricht jetzt selbst. Onetz startet KI-erzeugte Audio-Nachrichten für Amberg und Weiden: An sechs Tagen die Woche liest eine KI die wichtigsten Meldungen der Region vor, als Podcast und als Sprachnachricht über WhatsApp (Onetz). Die Mediengruppe Bayern fährt mit „Servus Oberpfalz!“ ein ähnliches Format: Die Online-Redaktion wählt aus, die KI fasst zusammen und liest vor (podcast.de). Das Muster taugt auch für eigene Formate: Menschen wählen aus, die Maschine produziert täglich.

KI soll Ertrinkende schneller finden. Der Technologie-Campus Plattling der TH Deggendorf entwickelt ein System, das Personen im Wasser in Echtzeit ortet und Rettungskräfte alarmiert. Mit der Wasserwacht Plattling hat das Team um Prof. Dr. Markus Straßberger die Anforderungen aus echten Einsätzen besprochen; die Prototypen sollen unter realen Bedingungen erprobt werden. Gefördert wird das Projekt von der Daimler und Benz Stiftung (TH Deggendorf, Technologie-Campus Plattling, 16.08.2026).

Ein Roboter übernimmt die Stapler-Fahrten. Die Innok Robotics GmbH aus Regenstauf zeigt in einem Kundenvideo, wie ihr Transportroboter INDUROS beim Medizinprodukte-Hersteller provita medical die Fahrten zwischen den Gebäudeteilen komplett autonom übernimmt. Der Mitarbeiter, der vorher den Stapler fuhr, arbeitet jetzt in seiner Fachabteilung. Nachgereicht hat die Firma eine Rechnung zum Energieverbrauch: Ein Diesel-Stapler kommt auf rund 15,8 Tonnen CO2 im Jahr, der Transportroboter auf rund 0,25 Tonnen (Innok Robotics, 20.08. und 26.08.2026).

KI für Druckdaten, ohne die Daten herzugeben. Die Regensburger OneVision Software AG baut in ihr August-Release 26.2 drei KI-Bildmodule ein: Beschnitt automatisch anlegen, Auflösung hochrechnen, Motive freistellen. Alles läuft auf der Infrastruktur des Kunden, die Produktionsdaten verlassen das Haus nicht (OneVision, August 2026). Für Druckereien und Mediendienstleister ist das ein konkreter Fall der Frage, die auch Passau mit TRIA beantwortet: KI nutzen, Daten behalten.

Sensoren vermessen die Regensburger Altstadt. Im Obermünsterviertel misst das Projekt „WiSe OMV“ mit energieautarken Sensoren an vier Standorten Besucherfrequenzen, Aufenthaltsdauer, Lärm und Luftqualität, datenschutzkonform nach dem Prinzip Privacy by Design. Ab Sommer 2026 kommt der Neupfarrplatz per mioty-Funktechnik dazu. Auftraggeber ist die Stadt Regensburg, die Laufzeit geht bis Dezember 2026 (Cluster Mobility & Logistics). Für Handel und Gastronomie entsteht damit eine gemessene Datenbasis: Standortentscheidungen lassen sich begründen statt schätzen.

Termine in der Region

Veranstalter dieser Ausgabe:

OTH Regensburg, zwei Kursstarts im Herbst

TechBase Regensburg, Embedded KI und AIR.CON

AIR Cluster Regensburg, Tag der KI

Stadt Deggendorf, Bayerisch-Tschechischer Unternehmertag

HWK Niederbayern-Oberpfalz, Beratertage und KI-Workshop im Oktober

IHK Niederbayern, „KI statt K.O.“ am 17. September in Landshut

TerminVeranstaltungOrt
07. bis 11.09.2026Bavarian-Czech Summer School „AI and Industry“Kloster Speinshart
17.09.2026Business Future Insights: „KI statt K.O.“, Agentic AI in der UnternehmenspraxisIHK Niederbayern, Landshut
21. bis 23.09.2026NTA-Tagung „Gesellschaftlicher Wandel durch KI?“OTH Regensburg
23.09.2026Hochschulzertifikat „Künstliche Intelligenz“, berufsbegleitend, KursstartOTH Regensburg
24.09.2026Arbeitsgruppe Embedded KI: 3D-Vibrationsanalyse mit EdgeBrain, 9 bis 11:30 UhrTechBase Regensburg
25.09.2026Tag der KI, „Schau hi', Regensburg kann KI“, ganztägigelf Orte in Regensburg
02.10.2026FrAInderl, KI-Netzwerktreffen, 9 bis 12 UhrTechnologie Campus Grafenau
07.10. und 14.10.2026Digitalisierungs-Beratertage, kostenfreie EinzelberatungHWK Niederbayern-Oberpfalz
09.10.2026Microcredential „Technology Skills for Business Professionals“, KursstartOTH Regensburg
13.10.2026Workshop „Texterstellung mit KI: Marketingtexte im Handwerk“HWK Niederbayern-Oberpfalz
13.10.20267. Bayerisch-Tschechischer Unternehmertag, 15 bis 18 UhrStadthallen Deggendorf
14.10.2026AIR.CON, Regensburgs KI-Konferenz, ab 11 UhrTechBase Regensburg

Quellen: OTH Regensburg, AIR Regensburg, TechBase, KI-Campus Ostbayern und HWK Niederbayern-Oberpfalz, abgerufen im August 2026.

Praxis-Portrait: Wie eine Gründerin aus Neustadt das Einzelstück-Problem löste

Logo Second Life Fashion

Second-Hand-Mode hat ein Problem, das Neuware nicht kennt: Jedes Teil existiert genau einmal. Kein Nachbestellen, keine Größenläufe, jedes Stück braucht ein eigenes Foto, eine eigene Beschreibung, einen eigenen Lagerplatz. Wer davon tausende führt, erstickt in Verwaltung. Oder baut sich sein Werkzeug selbst. Lisa Samhammer, die Second Life Fashion vor zehn Jahren in Weiden gründete (offiziell 2016, heute Neustadt an der Waldnaab), entschied sich für Letzteres: Ihr eigenes Warenwirtschafts- und Prozesssystem „Lotus“ bildet die Abläufe digital ab und macht viele Einzelstücke wirtschaftlich handhabbar (Onetz, 16.07.2026).

Im Juli zeichnete Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Firma als einen von sechs „Digitalen Champions im bayerischen Handel 2026“ aus. Den Wettbewerb führt ibi research an der Universität Regensburg durch. Erfolgreiche Digitalisierung hänge nicht von der Firmengröße ab, sagte ibi-Geschäftsführer Dr. Georg Wittmann, sondern von der konsequenten Umsetzung.

Wie dieser Report entsteht. Recherche, Quellenprüfung und ein großer Teil der Produktion laufen bei uns automatisiert: Newsrooms gelesen, jede Zahl an der Primärquelle geprüft, Kacheln und Bild nach unserer Bildsprache. Menschen entscheiden, was zählt, und schreiben die Einordnung. Wenn du so etwas für dein Unternehmen willst, für Kundenmagazine, Marktbeobachtung oder Wettbewerbsanalysen: melde dich.

Titelbild und Symbolbilder: mit KI erzeugt, gestaltet nach unserer Bildsprache.

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